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Ein Insektenhotel der ganz anderen Art - skulpturenartig steht es im Zentrum des Gartens – Foto: Franziska Biallas
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Ein Insektenhotel der ganz anderen Art - skulpturenartig steht es im Zentrum des Gartens – Foto: Franziska Biallas
Wie viel Wildnis verträgt ein Garten? Und wie wird aus einer grünen Oase ein echtes Buffet für Biene, Falter und Co.? Diese Fragen standen im Mittelpunkt bei dem Wettbewerb „Insektenfreundlichster Garten“ des NABU Hoyerswerda.
In diesem Jahr erhielt der Verein tatkräftige Unterstützung durch die RegionalgruppeNABU Lauta. Die Experten nahmen die Gärten im eigenen Verbandsgebiet – namentlich in Großgrabe, Nardt und Torno – genau unter die Lupe. Insgesamt acht Gartenbesitzer hatten mutig ihre Pforten geöffnet, um zu zeigen, wie Artenschutz direkt vor der Terrassentür funktioniert.
Das Fazit der Jury: Ein „Einheitsrezept“ für den perfekten Insektengarten gibt es nicht. Die besuchten Gärten waren so individuell wie ihre Besitzer, doch eines hatten sie alle gemeinsam: Sie boten kreative Lösungen für die schwindende Artenvielfalt.
„Es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die Ansätze sind“, freuten sich die Bewerter des NABU Lauta. Ob weitläufiges Naturgrundstück oder liebevoll gestalteter kleiner Hausgarten – jeder Teilnehmer hat bewiesen, dass man kein Profi-Biologe sein muss, um einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz zu leisten.
Die Aktion zeigt deutlich: Der Wettbewerb ist mehr als nur eine Preisverleihung. Er ist eine Plattform für Gartenfreunde, um sich inspirieren zu lassen und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass unser privates Grün ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Insektenwelt ist.
5 Sofort-Tipps: So wird dein Garten zum Insektenmagnet
Du willst deinen Garten auch in ein Summen und Brummen verwandeln? Der NABU Lauta empfiehlt diese einfachen Schritte, die sofort Wirkung zeigen:
Mut zur Lücke (und zur Wildnis): Lass in einer Ecke des Gartens das Gras einfach mal stehen oder schichte einen Haufen aus Ästen und Laub auf. Das sind die wichtigsten Winterquartiere für Nützlinge.
Heimische Kost servieren: Setze auf regionale Pflanzen wie Glockenblume, Malve oder Kornblume. Exotische Zierpflanzen sehen zwar schick aus, bieten unseren heimischen Wildbienen aber oft weder Nektar noch Pollen.
Die „Wassertankstelle“: Eine flache Schale mit Wasser und ein paar Steinen (als Landeplatz) rettet Insekten an heißen Tagen das Leben.
Verzicht auf die „Chemiekeule“: Insektenfreundliche Gärtner nutzen natürlichen Dünger wie Brennnesseljauche statt Pestizide. Das schont die Artenvielfalt und den Geldbeutel.
Licht aus: Unnötige Gartenbeleuchtung verwirrt nachtaktive Insekten. Nutze Solarleuchten mit Bewegungsmelder oder warmweißes Licht, um die nächtlichen Flieger zu schützen.